TV-Film Sagen Kelten

Erlebnis Österreich:
Muttergöttinnen und Andersweltfürsten.
Das keltische Erbe in Salzburger Sagen und Mythen.
Sendetermin: 29.1.2005 17Uhr05 ORF2
Buch und Gestaltung: Manfred Baumann
Kamera: Franz Reichl
Schnitt: Claudia Nessizius
Warum sitzt Kaiser Karl im Untersberg ? Warum sind es ausgerechnet drei Frauen, die in der Sage von der Hochzeit auf dem zugefrorenen See in St. Gilgen eine Rolle spielen ? Und was hat das mit den drei "heiligen Madeln" der chrstlichen Tradition zu tun? Warum steht in der Nähe des Gollinger Wasserfalles, wo ein Geist verstorbene Seelen bewacht, eine Kirche, die dem Heiligen Nikolaus geweiht ist ?
Hinter all dem steckt keltische Vorstellung, keltisches Verständnis vom ewigen Kreislauf des Lebens.
Bevor die Römer unsere Gegend, den Alpen- und Voralpenraum eroberten, war das Gebiet keltisch, geprägt von keltischer Kultur. Und auch in den Jahrhunderten bis zur Christianierung haben die Menschen hierzulande noch ganz stark nach keltischer, also nach "heidnischer" Art gelebt.
So haben sich die Spuren der Kelten in unserer Gegend bis in die Gegenwart erhalten. Nicht nur in Form von Gegenständen als Grabbeilagen. Auch in der Sprache, im Brauchtum, in Festen, in Ortsbezeichnungen und in den Sagen. Die Inhalte sind oft verdreht, ins Gegenteil verkehrt, oft nahezu vergessen oder schwer lesbar, aber sie sind da.
Der TV-Film geht einigen dieser Spuren nach, greift typische keltische Vorstellungen auf, die sich hinter Sagenmotiven verbergen: Vorstellungen von einer Muttergottheit, die einerseits bis in die Jungsteinzeit zurückführen, andereseits später auf christliche Heilige übertragen wurden; Vorstellungen von einer "Anderswelt", die wenig zu tun hat mit dem christlichen Bild von Diesseits und Jenseits.
Eine wesentliche Grundlage dieses Filmes ist die Arbeit des - inzwischen leider verstorbenen - Salzburger Keltenexperten und Buchautors Georg Rohrecker ( "Druiden, wilde Frauen, Anderswetlfürsten. Das Keltische Erbe in Österreichs Sagen" )

