Theater Tod-Apfelbaum

Der Tod, der Schmied und der Apfelbaum.

Ein märchennahes Spiel in 3 Akten von Manfred Baumann.
 
Wäre es nicht wunderbar, wenn es keinen Tod mehr gäbe ? Wenn er keine Macht mehr hätte ? Der Schmied Johannes schafft es, den Tod zu bannen.
Als der strenge Gevatter anrückt, um Johannes zu holen, verwünscht ihn der lebenslustige Schmied auf den Apfelbaum, wo er durch einen Zauber festgehalten wird. Da herrscht großer Jubel in der kleinen Gemeinde, im "Dorf, das den Tod besiegt hat". Niemand muss mehr sterben. Und schon könnte die Geschichte aus sein. Für immer. Ist sie aber nicht. Denn einige haben durchaus starkes Interesse, dass der Tod weiterhin seinen Job erledigt: vom geschäftstüchtigen irdischen Bestattungsunternehmer bis hin zu den Abgesandten der Unterwelt, die genauso auf Nachschub warten wie die Konkurrenz in den himmlischen Sphären. Abgesehen von all jenen, die schon lange auf ein Erbe warten und jenen, die aus der Vergänglichkeit weiterhin Kapital schlagen wollen.
Und bald spaltet sich die Dorfgemeinschaft in zwei Lager, und jeder kämpft und intrigiert auf Teufel komm raus für seine Interessen, dass es dem Tod in seinem Apfelbaum ganz schwindlig wird: Totengräber gegen Dorftratsche, Bürgermeistergattin gegen Vereinsobfrau, Fernsehreporterin gegen Einzelhandelskaufmann, höllische Abgesandte gegen Pfarrer.
Und mittendrin der bedauernswerte Schmied, der sich entscheiden muss.
Was tun mit dem Tod im Apfelbaum ? Runter holen oder oben lassen ?
Uraufführung: 10.Okotber, Theater Abtenau.